Gehen kann dazu beitragen, Bauchfett zu verringern, weil es den Energieverbrauch steigert und den Körperfettanteil nach und nach senkt. Eine für alle Menschen gültige Dauer gibt es dafür allerdings nicht. Entscheidend sind das bisherige Aktivitätsniveau, die wöchentliche Häufigkeit und die Gewohnheiten ausserhalb des Trainings.
Hilft Gehen wirklich gegen Bauchfett?
Regelmässige Bewegung kann den Abbau von Gesamtkörperfett sowie von viszeralem Fett unterstützen, das die Organe umgibt. Der Körper entnimmt Energie jedoch nicht ausschliesslich aus dem Bauchbereich. Deshalb lässt sich eine Fettabnahme nicht gezielt auf eine einzelne Körperstelle beschränken.
Veränderungen stellen sich ein, wenn der Energieverbrauch dauerhaft steigt. Ein einzelner Spaziergang hat nur geringe Auswirkungen, während Gehen an fast allen Tagen der Woche einen kumulativen Reiz setzt, der Fitness und Körperzusammensetzung verändern kann.
Wie lange muss man gehen?
Die Dauer sollte über das hinausgehen, was bisher zum Alltag gehört. Die Empfehlung der Expertin lautet, den Umfang schrittweise um etwa 50 % gegenüber dem üblichen Pensum zu erhöhen – nicht als starre Vorgabe, sondern als Orientierung.
- Wer bisher körperlich inaktiv ist, kann mit kurzen Einheiten beginnen und diese nach und nach verlängern.
- Wer nur wenig geht, kann sich allmählich einer Stunde täglich annähern.
- Wer bereits täglich eine Stunde geht, muss möglicherweise die Strecke ausweiten, um den Energieverbrauch zu erhöhen.
- Die Steigerung sollte Fitnesszustand, Schmerzen und Erholungsfähigkeit berücksichtigen.
- Bewegung über den Tag zu verteilen, hilft zudem dabei, die Sitzzeit zu verringern.
Muss man schnell gehen, um Ergebnisse zu erzielen?
Das passende Tempo richtet sich nach der körperlichen Verfassung. Für eine untrainierte Person kann ein gemächlicher Schritt bereits ausreichend anstrengend sein. Wer trainiert ist, muss eventuell schneller gehen, länger unterwegs sein oder eine Strecke mit Steigungen wählen.
Eine Möglichkeit für Menschen, die ein hohes Tempo nicht während der gesamten Strecke halten können: ein oder zwei Minuten zügiges Gehen mit einer langsameren Minute abwechseln. Mit zunehmender Anpassung lassen sich die schnellen Abschnitte verlängern.
Was verstärkt die Wirkung von Gehen auf Bauchfett?
Bauchfett nimmt nicht allein durch die beim Gehen verbrachte Zeit ab. Der Alltag sollte lange Phasen ohne Bewegung verringern und Gewohnheiten umfassen, die die Energiebilanz sowie den Erhalt der Muskulatur fördern.
- An mehreren Tagen pro Woche gehen, statt nur am Wochenende.
- Zeit, Distanz oder Steigung schrittweise erhöhen.
- Ausdauertraining mit Kraftübungen verbinden.
- Eine abwechslungsreiche Ernährung einhalten, ohne übermässig restriktive Diäten.
- Zuckerhaltige Getränke und häufig verzehrte hochverarbeitete Lebensmittel reduzieren.
- Erholung, Flüssigkeitszufuhr und Schmerzsignale beachten.
Regelmässigkeit zählt mehr als eine lange Einheit
Es gibt keine exakt bestimmbare Minute, ab der der Körper beginnt, Bauchfett abzubauen. Für Menschen mit wenig Bewegung kann bereits die schrittweise Ausweitung der Gehzeit bis zu einer dauerhaft umsetzbaren Routine den täglichen Energieverbrauch steigern und die Ausdauer verbessern.
Die verlässlichsten Ergebnisse entstehen durch eine Geh-Routine, die über Wochen wiederholt wird, ergänzt durch weniger Bewegungsmangel und – wenn möglich – Krafttraining. Die richtige Dauer ist jene, die das aktuelle Niveau fordert, ohne Schmerzen, Erschöpfung oder einen Abbruch nach wenigen Tagen auszulösen.
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