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Ästhetische Eingriffe am Po: 5 Gründe für Vorsicht

Ärztin erklärt Patientin im weißen Bademantel muskuläre Problematik anhand eines Tablet-Bildes im Untersuchungsraum.

Der Wunsch nach einem stärker definierten und voluminöseren Po hat in sozialen Netzwerken und bei Prominenten wie Virginia Fonseca, Bianca Andrade und Gkay an Bedeutung gewonnen. Mit der zunehmenden Verbreitung von Verfahren zur Verbesserung der Gesäßkontur wächst zugleich die Sorge, ob wiederholte Eingriffe in kurzen Abständen sicher sind.

Auch wenn jede Methode eigene Indikationen und Erholungszeiten hat, gibt es keine pauschale Regel, die für alle Menschen gilt. Vor jedem weiteren Eingriff müssen die Anatomie, frühere Behandlungen, der Zustand des Gewebes und die Reaktion des Körpers beurteilt werden.

Im Folgenden erfahren Sie, warum bei ästhetischen Eingriffen am Po Vorsicht geboten ist.

1. Der Körper hat Grenzen für weitere Eingriffe

Wer das Volumen vergrößern oder die Kontur des Gesäßes verändern möchte, sollte zunächst berücksichtigen, ob der Körper den Eingriff gut verkraften kann. Auch vorausgegangene Operationen und Behandlungen spielen bei der Beurteilung eine Rolle und können spätere Eingriffe komplizierter machen.

„Es gibt keine absolute Anzahl an Eingriffen, die festlegt, wie weit eine Person gehen kann. Die Grenze ist individuell und hängt von der Anatomie, der Qualität der Haut und des Gewebes, der Operationsvorgeschichte, vorhandenen Narben, der Durchblutung der Region und vor allem von der Erholungsfähigkeit des Körpers ab. Jeder weitere Eingriff verändert die Anatomie und kann einen späteren Eingriff komplexer machen“, erklärt der plastische Chirurg Dr. Luis Fernando de Mattos.

2. Ein weiterer Eingriff während der Erholung erhöht die Risiken

Das Ergebnis, das in den ersten Wochen sichtbar wird, entspricht nicht immer dem endgültigen Resultat. Deshalb kann es riskant sein, den gewünschten Effekt durch einen weiteren Eingriff beschleunigen zu wollen.

„Das Hauptproblem besteht darin, die notwendige Zeit für die Neuordnung des Gewebes nicht einzuhalten. Eine Region mit noch bestehenden Schwellungen, Entzündungen oder inneren Heilungsprozessen ist nicht unbedingt bereit für eine erneute chirurgische Belastung. Dadurch können das Risiko für Blutungen, Infektionen, Serome, Veränderungen der Wundheilung, Fibrosen, Unebenheiten und Gewebeschäden steigen“, warnt die plastische Chirurgin Dr. Alessandra Martinelli, Mitglied der Brasilianischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie (SBCP).

3. Wiederholte Eingriffe können die Gewebequalität beeinträchtigen

Bei wiederholten Behandlungen sollte nicht allein das optische Resultat bewertet werden. Eine individuelle Untersuchung ist daher unverzichtbar, bevor über eine weitere Sitzung entschieden wird.

„Es gibt keine feste Zahl, die bestimmt, wie viele Eingriffe am Po durchgeführt werden können. Jeder Eingriff löst eine Reaktion im Körper aus, und wenn sie wiederholt oder ohne die erforderlichen Abstände vorgenommen werden, kann es zu Veränderungen der Hautqualität, Fibrosen, anhaltenden Schwellungen und Unebenheiten kommen“, erklärt Bárbara Peres, an der UNIP ausgebildete Pflegefachkraft mit Aufbaustudium für fortgeschrittene Ästhetik am NEPUGA.

4. Schwellungen bedeuten nicht zwangsläufig, dass der Eingriff fehlgeschlagen ist

Laut Bárbara Peres zählt es zu den häufigsten Fehlern, das Ergebnis zu beurteilen, bevor genügend Zeit vergangen ist. Eine geschwollene oder verhärtete Region sowie Sensibilitätsveränderungen können noch Teil des natürlichen Heilungsverlaufs sein. Ein erneuter Eingriff in dieser Phase kann die Entwicklung erschweren und sogar das Ergebnis verschleiern, das sich noch herausbildet.

5. Das Ergebnis einer Prominenten sollte nicht als Maßstab dienen

Wenn Prominente ihre Eingriffe öffentlich zeigen, kann das den Wunsch wecken, bestimmte Ergebnisse nachzuahmen. Der Körper einer Person lässt sich jedoch nicht als Referenz auf eine andere übertragen. Selbst wenn zwei Patientinnen dieselbe Methode wählen, kann die Heilung völlig unterschiedlich verlaufen.

Vor dem Eingriff mit einer Fachperson sprechen

Die wichtigste Empfehlung für Menschen, die ästhetische Eingriffe am Po planen, lautet: Entscheidungen sollten nicht ausschließlich auf Trends in sozialen Netzwerken beruhen. Der Abstand zwischen den Behandlungen muss anhand der angewendeten Methode und der individuellen Genesung jeder Patientin oder jedes Patienten festgelegt werden.

Darüber hinaus bedeutet Schmerzfreiheit nicht automatisch, dass das Gewebe vollständig verheilt ist. Eine persönliche Untersuchung, eine passende Indikation und die Beachtung der biologischen Heilungszeit des Körpers sind entscheidend, um Risiken zu verringern.

„Es gibt keinen universellen Zeitraum, der festlegt, wann alle Patienten wieder operiert werden können. Der richtige Zeitpunkt hängt vom vorherigen Eingriff, vom Umfang der Behandlung und von der individuellen Heilungsreaktion ab. Beurteilt werden müssen die Entwicklung der Schwellung, die Hautqualität, das Vorliegen von Fibrosen, Narben, Sensibilitätsveränderungen und die Stabilität des Ergebnisses“, betont Dr. Alessandra Martinelli.

Wichtiger als ein schnelles Ergebnis ist die Sicherheit. Bei ästhetischen Eingriffen bedeutet mehr oder früher nicht zwangsläufig ein besseres Resultat.

Von Sarah Carvalho

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