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7 gesunde Gewohnheiten für mehr Selbstständigkeit im Alter

Ältere Frau macht Yoga mit ausgestreckten Armen auf Matte im hellen Wohnzimmer vor Terrassentür.

Das Älterwerden gehört zum natürlichen Lebenslauf. Dennoch muss damit kein Verlust an Selbstständigkeit einhergehen. Wer über die Jahre gesunde Gewohnheiten pflegt, kann seine Fähigkeit stärken, alltägliche Aufgaben zu bewältigen, die körperliche und psychische Gesundheit zu erhalten und das Wohlbefinden im Laufe der Zeit zu fördern. Bereits kleine, fest in den Alltag integrierte Aktivitäten können einen Unterschied machen.

„Selbstständigkeit im höheren Lebensalter zu bewahren bedeutet nicht, alles allein erledigen zu müssen. Es geht vielmehr darum, die Voraussetzungen und Unterstützung zu haben, um an Entscheidungen mitzuwirken und die im jeweiligen Alltag möglichen Tätigkeiten auszuführen. Die Übernahme gesunder Gewohnheiten sollte die individuellen Merkmale berücksichtigen. Deshalb können Gesundheitsfachkräfte beraten, welche Aktivitäten, Ernährungsumstellungen und Vorsorgemaßnahmen im Einzelfall am besten geeignet sind“, erklärt Ma. Marcela Figueiredo Martins, Leiterin des Studiengangs Physiotherapie an der Anhanguera-Hochschule.

Estela Mares, Dozentin im Studiengang Psychologie an der Anhanguera-Hochschule, betont, dass kognitive Anregung und soziale Kontakte wesentliche Säulen für ein aktiveres und unabhängigeres Älterwerden sind. „Aktivitäten, die den Geist fordern, können dazu beitragen, das Gedächtnis und die Fähigkeit zur Entscheidungsfindung zu erhalten. Gleichzeitig verringert der Erhalt sozialer Bindungen die Isolation und fördert die Beteiligung an täglichen Aktivitäten. Diese Verbindung aus geistigen Übungen und sozialem Austausch schafft ein Umfeld, das die Selbstständigkeit begünstigt, den funktionellen Abbau verzögert und die Lebensqualität im höheren Lebensalter fördert.“

Im Folgenden nennen die Expertinnen Gewohnheiten, die zu einem aktiveren Älterwerden beitragen können.

1. Den Körper in Bewegung halten

Regelmäßige körperliche Aktivität kann helfen, Muskelkraft, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Ausdauer zu erhalten. Diese Fähigkeiten sind für alltägliche Aufgaben wie Gehen, Treppensteigen und Hausarbeit von Bedeutung.

Spaziergänge, Kräftigungsübungen, Dehnübungen und weitere Aktivitäten können Teil des Alltags sein, sofern sie zum jeweiligen Gesundheitszustand passen und bei Bedarf fachlich angeleitet werden.

2. Auf eine ausgewogene Ernährung achten

Eine abwechslungsreiche Ernährung unterstützt die Versorgung mit Nährstoffen, die für die Funktionen des Körpers wichtig sind. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreideprodukte, Eiweißquellen und andere Lebensmittel können ausgewogene Mahlzeiten bilden und den Körper besser auf körperliche Aktivitäten vorbereiten. Ebenso wichtig ist es, ausreichend zu trinken und Veränderungen des Appetits oder Schwierigkeiten beim Essen zu beachten, da diese eine fachliche Abklärung erforderlich machen können.

3. Gedächtnis und Kognition fördern

Auch das Gehirn aktiv zu halten, ist eine wichtige Gewohnheit. Lesen, etwas Neues lernen, Kreuzworträtsel und Gedächtnisspiele lösen, Musik hören, lernen oder ein neues Hobby entwickeln – all das sind Möglichkeiten der kognitiven Anregung. Entscheidend ist weniger, gezielt nach Aktivitäten „für das Gedächtnis“ zu suchen, sondern einen Alltag mit Lernen, Neugier und aktiver Beteiligung zu gestalten.

4. Einen passenden Schlafrhythmus einhalten

Guter Schlaf fördert die Erholung und die ordnungsgemäße Funktion des Organismus. Anhaltende Schlafveränderungen, etwa häufige Einschlafschwierigkeiten oder übermäßige Müdigkeit am Tag, sollten beobachtet werden.

Feste Zeiten zum Schlafengehen und Aufstehen, eine angenehme Schlafumgebung sowie der Verzicht auf anregende Mittel kurz vor dem Zubettgehen können zu einem gesünderen Schlafrhythmus beitragen.

5. Soziale Beziehungen pflegen

Der Austausch mit Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn und Gruppen für gemeinsame Aktivitäten kann das emotionale Wohlbefinden und ein aktives Sozialleben unterstützen. Auch die Teilnahme an gemeinschaftlichen, kulturellen, sportlichen oder Freizeitangeboten kann dabei helfen, Isolation zu verringern und Begegnungen sowie Austausch zu ermöglichen.

6. Regelmäßige Gesundheitsvorsorge wahrnehmen

Routineuntersuchungen und ärztliche Termine ermöglichen es, den Gesundheitszustand zu verfolgen und Veränderungen zu erkennen, die Aufmerksamkeit benötigen. Darüber hinaus ist es wichtig, den Impfschutz aktuell zu halten und Medikamente ausschließlich nach fachlicher Anweisung einzunehmen. Diese Begleitung kann dazu beitragen, die funktionelle Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verhindern, dass gesundheitliche Probleme die Selbstständigkeit erheblich beeinträchtigen.

7. Das Wohnumfeld anpassen, um Stürze und Unfälle zu vermeiden

Für den Erhalt der Selbstständigkeit älterer Menschen ist Sicherheit in der Wohnung besonders wichtig. Lose Teppiche, herumliegende Gegenstände, unzureichende Beleuchtung und Hindernisse auf Laufwegen können das Unfallrisiko erhöhen. Einfache Maßnahmen wie eine bessere Beleuchtung, aufgeräumte Räume und bei Bedarf Haltegriffe können das Zuhause sicherer machen.

Von Deiwerson Damasceno dos Santos

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