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Leberverfettung: Welche Ernährung bei Fettleber hilft

Frau in der Küche mit gesundem Essen, Wasser mit Zitrone, Nüssen, Olivenöl und einem Stethoskop auf der Arbeitsplatte.

Eine Leberverfettung, umgangssprachlich auch Fettleber genannt, entsteht durch eine übermäßige Einlagerung von Fett in den Zellen des Organs. Zu Beginn verursacht sie häufig keine Beschwerden, kann sich ohne angemessene ärztliche Kontrolle und Behandlung jedoch zu Entzündungen, Fibrose und weiteren Komplikationen entwickeln. Daher sind eine frühzeitige Erkennung und Anpassungen des Lebensstils wichtige Maßnahmen.

Laut der Ernährungsmedizinerin Dr. Mariana Wogel wird die Leber unmittelbar vom Ernährungsverhalten beeinflusst. Eine Ernährung mit viel Zucker, hochverarbeiteten Produkten, gesüßten Getränken und einem Übermaß an Fett begünstigt Fetteinlagerungen in der Leber. Zudem verschlechtert sie die Insulinresistenz, die zu den Mechanismen zählt, die am stärksten mit der Erkrankung verbunden sind.

Die Ärztin betont, dass die Ernährung in diesem Prozess eine Schlüsselrolle spielt und für die Verbesserung des Zustands entscheidend sein kann. „Die Behandlung beginnt mit den Ernährungsgewohnheiten im Alltag. Es gibt keine einzelne Formel, die eine Fettleber rückgängig machen kann, wenn jemand weiterhin ungeordnet isst und die Stoffwechselbelastung aufrechterhält“, erklärt sie.

Ernährung als Unterstützung bei der Kontrolle der Erkrankung

Nach Einschätzung der Ernährungsmedizinerin sollte die Ernährungsgrundlage aus naturbelassenen oder nur gering verarbeiteten Lebensmitteln bestehen. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte unterstützen die Blutzuckerkontrolle, fördern das Sättigungsgefühl und liefern Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe sowie Antioxidantien, die der Lebergesundheit zugutekommen.

Auch Eiweiß spielt bei der Behandlung einer Leberverfettung eine wesentliche Rolle. Eier, Fisch, Hähnchen und magere Fleischstücke helfen dabei, während einer Gewichtsabnahme Muskelmasse zu erhalten. Darüber hinaus liefern sie Nährstoffe wie Cholin und Methionin, die am Fettstoffwechsel beteiligt sind. Dieses Gleichgewicht ist laut der Ärztin entscheidend, weil die Therapie der Fettleber nicht ausschließlich auf Gewichtsverlust beruht, sondern auch auf einer besseren Körperzusammensetzung.

Fette, die in die Ernährung passen können

Ein hoher Anteil gesättigter Fette sollte zwar vermieden werden, doch das bedeutet nicht, sämtliche Fette vom Speiseplan zu streichen. Natives Olivenöl extra, Avocado, Mandeln, Sardinen und Lachs können in angemessenen Mengen Teil der Ernährung sein, da sie hochwertigere Fette mit einem günstigeren Stoffwechselprofil enthalten.

„Richtig abgestimmt können einige Fettquellen zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen und innerhalb eines strukturierten Ernährungsplans hilfreich sein. Problematisch sind übermäßige Mengen und der häufige Verzehr hochverarbeiteter Produkte“, erläutert Dr. Mariana Wogel.

Lebensmittel, die gemieden werden sollten

Reduziert werden sollten insbesondere Limonaden, industriell hergestellte Säfte, Süßigkeiten, gefüllte Kekse, frittierte Speisen, Wurstwaren, sehr fettes Fleisch, Schnittkäse und Alkohol. Diese Produkte können Entzündungen, Blutzuckerspitzen, Insulinresistenz und eine verstärkte Fetteinlagerung in der Leber fördern.

Die Fachärztin weist darauf hin, dass alkoholische Getränke besondere Aufmerksamkeit erfordern. Bei Menschen mit Leberverfettung wird der Konsum je nach klinischer Beurteilung in der Regel weitestgehend eingeschränkt oder vollständig ausgesetzt.

Bewegung ist bei Leberverfettung ebenfalls wichtig

Neben der Ernährung gehört regelmäßige körperliche Aktivität zu den wichtigen Maßnahmen, um eine Fettleber zurückzubilden. Ausdauertraining wie Spazierengehen, Laufen oder Radfahren verbessert die Stoffwechselgesundheit und kann die in der Leber gespeicherte Fettmenge senken. In Verbindung mit Krafttraining trägt es außerdem dazu bei, die Muskulatur zu erhalten und den Stoffwechsel zu verbessern.

Eine schrittweise Gewichtsabnahme kann, wenn sie angezeigt ist, ebenfalls deutliche Verbesserungen bewirken. Schon moderate Reduktionen können sich positiv auf die Leber und andere Stoffwechselmarker auswirken. „Es geht nicht um eine kurzfristige Veränderung, sondern um mehrere Anpassungen, die dauerhaft umsetzbar sein müssen. Die Verbesserung der Leber geht mit einer Verbesserung des gesamten Lebensstils einher“, sagt Dr. Mariana Wogel.

Ärztliche Begleitung ist unverzichtbar

Eine Leberverfettung wird bei Routineuntersuchungen häufig festgestellt, da anfangs oft keine Symptome auftreten. Tritt sie zusammen mit Übergewicht, Diabetes, hohen Cholesterinwerten oder erhöhten Triglyceridwerten auf, sollte die Untersuchung laut der Ärztin umfassender erfolgen.

Entscheidend sei, so Dr. Mariana Wogel, zu verstehen, dass eine Fettleber meist auf ein metabolisches Ungleichgewicht hinweist. Die Behandlung müsse deshalb Ernährung, Körperzusammensetzung, körperliche Aktivität und eine individuell abgestimmte ärztliche Betreuung berücksichtigen.

Von Paulo Novais

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